Anwaltskanzlei Arbeitsrecht Konstanz


WITWENRENTE

Witwenrente und andere Einkünfte

Anrechnung oder keine Anrechnung und wenn ja, in welcher Höhe

Sei es nun echtes Arbeitseinkommen oder nur eine anderweitiges Einkommen, etwa aus Gewerbebetrieb oder auch dessen Verkauf, Altersrente oder sonstige Rente aus eigener Versicherung: Es stellt sich immer die Frage, ob und wie dieses weitere Einkommen auf die Witwenrente angerechnet wird.

Für die Betroffenen ist eine Anrechnung immer schmerzhaft, wird doch bereits die Witwenrente oder Witwerrente schon von Anfang an nur in gekürzter Form aus dem Konto des verstorbenen Angehörigen ausbezahlt - einen Teil behält die Rentenversicherung ohnehin von Anfang an ein.

Im Falle einer Anrechnung wird also nochmals ein Teil "abgezwackt".

Eine Prüfung des Witwen- oder Witwerrentenbescheides im Rahmen einer anwaltlichen Beratung ist meistens sinnvoll. Bei einer Beratung gilt: Hinterher ist man meistens schlauer und schläft auch besser.

Der Supergau: Die Rentenversicherung will die Witwenrente ganz oder teilweise zurück

Die Berechnungsvorschriften sind kompliziert und für Laien sehr schwer durchschaubar, die Gefahr von Überzahlungen besteht latent immer mit der Folge, dass dann irgendwann einmal urplötzlich die Rentenversicherung mit zum Teil gewaltigen Rückforderungsbeträgen versucht, Überzahlungen wieder hereinzuholen.

Die Ursache für Überzahlungen wird regelmäßig von der Deutschen Rentenversicherung ausschließlich beim Rentenempfänger gesehen, der sich nach Auffassung der Rentenversicherung anscheinend besser im Rentenrecht auskennen muss als die dortigen Mitarbeiter.

Damit kommt die Rentenversicherung allerdings nur selten durch, da häufig zumindest auch ein erhebliches Verschulden auf Seiten der Versicherung festzustellen ist. Sie tun daher gut daran, entsprechende Aufhebungs- und Rückforderungsbescheide nicht so ohne weiteres hinzunehmen.

Witwenrente bei kurzer Ehedauer

Bei kurzer Ehedauer kann es Probleme mit der Witwenrente / Witwerrente geben. Der Gesetzgeber wollte sog. Zweck- oder Versorgungsehen vermeiden. Im Einzelfall lässt sich da aber dennoch Abhilfe schaffen.

Autor: Rechtsanwalt Reinhold Dotterweich
Fachanwalt für Arbeitsrecht und Sozialrecht

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